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von Yevhen Bondarenko

Shelly 1 Gen4 vs. Shelly 1PM Gen4 – welcher ist der richtige?

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Shelly 1 Gen4 oder 1PM Gen4? Unterschiede bei Strommessung, potentialfreiem Kontakt, Matter, Zigbee und Einsatz. Welcher Shelly passt besser?

Shelly 1 Gen4 vs. Shelly 1PM Gen4 – welcher ist der richtige?

Der Shelly 1 Gen4 und der Shelly 1PM Gen4 sehen auf den ersten Blick sehr ähnlich aus. Beide gehören zur aktuellen Gen4-Serie und können klassische elektrische Verbraucher in ein Smart Home integrieren.

Trotzdem gibt es einen entscheidenden Unterschied:

  • Shelly 1 Gen4: potentialfreier Kontakt
  • Shelly 1PM Gen4: integrierte Leistungs- und Energieüberwachung

Welche Variante besser passt, hängt deshalb weniger vom Namen als vom konkreten Einsatzzweck ab.

Shelly 1 Gen4 und 1PM Gen4 im direkten Vergleich

MerkmalShelly 1 Gen4Shelly 1PM Gen4
Schaltkanäle11
StrommessungNeinJa
Potentialfreier KontaktJaNein
WLANJaJa
BluetoothJaJa
ZigbeeJaJa
MatterJaJa
Smart-Home-AutomationenJaJa
Zeitpläne und SzenenJaJa
Hub erforderlichNeinNein
Typischer Schwerpunktflexibles SchaltenSchalten + Energieüberwachung

Mehr zum einzelnen Gerät:

Der wichtigste Unterschied: potentialfreier Kontakt oder Strommessung

Die Kaufentscheidung lässt sich bei diesen beiden Shelly-Modellen auf eine zentrale Frage reduzieren:

Brauchst du einen potentialfreien Kontakt oder möchtest du den Stromverbrauch messen?

Der Shelly 1 Gen4 verfügt über einen potentialfreien Kontakt. Dadurch kann das Relais für Anwendungen eingesetzt werden, bei denen der Ausgang elektrisch getrennt geschaltet werden soll.

Der Shelly 1PM Gen4 konzentriert sich dagegen auf die Energieüberwachung. Er kann elektrische Verbraucher schalten und gleichzeitig deren Leistungs- und Energieverbrauch erfassen.

Wann ist der Shelly 1 Gen4 die bessere Wahl?

Der Shelly 1 Gen4 ist besonders interessant, wenn die eigentliche Aufgabe das flexible Schalten ist.

Typische Einsatzmöglichkeiten können beispielsweise sein:

  • Beleuchtung automatisieren
  • elektrische Geräte schalten
  • Tür- oder Torsteuerungen einbinden
  • Bewässerung automatisieren
  • einen Schütz ansteuern
  • Kleinspannungsanwendungen schalten

Der potentialfreie Kontakt ist dabei der entscheidende Vorteil gegenüber dem 1PM.

Wer keine Verbrauchsmessung benötigt, bekommt mit dem Shelly 1 Gen4 einen vielseitigen Smart-Home-Schalter.

Wann lohnt sich der Shelly 1PM Gen4?

Der Shelly 1PM Gen4 wird interessant, sobald neben dem Schalten auch die Frage wichtig wird:

Wie viel Energie verbraucht das angeschlossene Gerät?

Die integrierte Leistungsüberwachung ermöglicht es, Verbrauchsdaten zu erfassen und auszuwerten.

Das kann beispielsweise bei folgenden Anwendungen sinnvoll sein:

  • Beleuchtung
  • elektrische Heizungen
  • Haushaltsgeräte
  • Fußbodenheizung
  • andere geeignete elektrische Verbraucher

Damit verbindet der 1PM Gen4 Smart-Home-Steuerung mit Energieüberwachung.

Matter, Zigbee, WLAN und Bluetooth

Bei der Konnektivität liegen beide Modelle sehr nah beieinander.

Sowohl der Shelly 1 Gen4 als auch der Shelly 1PM Gen4 unterstützen:

  • WLAN
  • Bluetooth
  • Zigbee
  • Matter

Damit ist die Gen4-Serie deutlich flexibler bei der Integration in unterschiedliche Smart-Home-Umgebungen.

Matter ermöglicht unter anderem die Einbindung in kompatible Smart-Home-Ökosysteme. Shelly nennt beispielsweise Apple Home, Siri, Alexa und Home Assistant als mögliche Plattformen.

Ein separater Shelly Hub ist für den normalen Betrieb nicht erforderlich.

Stromverbrauch messen: Vorteil für den 1PM Gen4

Die integrierte Strommessung ist das wichtigste Kaufargument des Shelly 1PM Gen4.

Wer beispielsweise wissen möchte, wie viel Energie ein angeschlossener Verbraucher benötigt, kann die Messdaten für die Analyse verwenden.

Das kann helfen:

  • ungewöhnlich hohen Verbrauch zu erkennen
  • Verbrauch über längere Zeit zu beobachten
  • Geräte miteinander zu vergleichen
  • Automationen abhängig vom Betriebszustand aufzubauen

Wichtig ist jedoch: Der Shelly reduziert den Energieverbrauch nicht automatisch. Die Messdaten helfen dabei, den Verbrauch transparenter zu machen.

Potentialfreier Kontakt: Vorteil für den Shelly 1 Gen4

Der Shelly 1 Gen4 besitzt dafür eine Funktion, die beim 1PM Gen4 fehlt: den potentialfreien Kontakt.

Das ist insbesondere dann wichtig, wenn nicht einfach nur ein Netzspannungsverbraucher geschaltet werden soll.

Ein potentialfreier Kontakt kann beispielsweise bei Steuerungseingängen oder beim Ansteuern eines geeigneten Schützes erforderlich sein.

Deshalb sollte man den 1PM Gen4 nicht allein wegen der zusätzlichen Strommessung automatisch als das „bessere“ Modell betrachten.

Für bestimmte Anwendungen ist gerade der Shelly 1 Gen4 die richtige Wahl.

Welcher Shelly ist besser für ein Smart Home?

Für klassische Smart-Home-Automationen sind beide Geräte gut ausgestattet.

Beide unterstützen unter anderem:

  • Zeitpläne
  • Szenen
  • lokale Aktionen
  • Scripting
  • MQTT
  • Matter
  • Zigbee

Die Entscheidung hängt daher hauptsächlich von der elektrischen Anwendung ab.

Shelly 1 Gen4 wählen, wenn:

  • ein potentialfreier Kontakt benötigt wird
  • keine Strommessung erforderlich ist
  • eine möglichst flexible Schaltlösung gesucht wird

Shelly 1PM Gen4 wählen, wenn:

  • der angeschlossene Verbraucher geschaltet werden soll
  • zusätzlich Leistungs- und Energiedaten interessant sind
  • Energieverbrauch in Automationen oder Auswertungen genutzt werden soll

Ist der Shelly 1PM Gen4 automatisch besser?

Nein.

Der Name 1PM kann den Eindruck vermitteln, dass es sich einfach um einen Shelly 1 mit zusätzlichen Funktionen handelt.

In der Praxis unterscheiden sich die Einsatzbereiche jedoch.

Der 1PM Gen4 bietet die Strommessung, während der Shelly 1 Gen4 mit seinem potentialfreien Kontakt flexibler für bestimmte Schaltaufgaben ist.

Deshalb sollte die Entscheidung nach dem Einsatzzweck getroffen werden und nicht danach, welches Modell mehr Funktionen auf dem Datenblatt besitzt.

Installation und Sicherheit

Beide Geräte werden in die elektrische Installation integriert.

Arbeiten an Netzspannung können lebensgefährlich sein und bei falscher Installation zu Stromschlag, Brand oder Schäden an Geräten führen.

Installation und Änderungen an der festen Elektroinstallation sollten deshalb von einer Elektrofachkraft durchgeführt werden.

Vor der Installation müssen außerdem die technischen Daten des jeweiligen Shelly-Modells und die Anforderungen des angeschlossenen Verbrauchers geprüft werden.

Fazit: Shelly 1 Gen4 oder 1PM Gen4?

Für die meisten Käufer lässt sich die Entscheidung einfach zusammenfassen:

Shelly 1 Gen4

wenn du einen potentialfreien Kontakt und eine flexible Schaltlösung benötigst.

Shelly 1PM Gen4

wenn du einen Verbraucher schalten und gleichzeitig seinen Energieverbrauch überwachen möchtest.

Beide Modelle bieten mit WLAN, Bluetooth, Zigbee und Matter eine moderne Smart-Home-Anbindung.

Es gibt deshalb keinen generellen Sieger. Der richtige Shelly hängt davon ab, was konkret geschaltet und ob zusätzlich der Energieverbrauch gemessen werden soll.

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Autor & Einordnung
Yevhen Bondarenko

Ich analysiere Sicherheits-, Smart-Home- und Haushaltstechnik mit Fokus auf verständliche Einordnung, praktische Nutzung und nachvollziehbare Empfehlungen für Deutschland.